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M&A 2021 - ein Ausblick

M&A 2021 vs 2020

Ist der M&A Markt wieder im Aufschwung seit Anbeginn der Corona-Krise?

In unserem folgenden Artikel geben wir einen kurzen Überblick und eine kurze Zusammenfassung der FINANCE M&A 2021 Panel Umfrage, die im April ´21 durchgeführt wurde. Regelmäßig führt die FINANCE Umfragen dieser Art, mit der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS zusammen durch und befragt dabei deutsche M&A Berater und Investmentbanker regelmäßig und anonym zu relevanten M&A Themen.

Den ausführlichen Artikel bzw. das M&A 2021 FINANCE Panel im Original finden Sie unter https://www.finance-magazin.de/research/panels/ma-panel/

Zusammenfassend wollen wir hier auf folgende interessante Fragen bzw. Antworten aus dem Panel zum Thema M&A und Corona Krise näher eingehen, da auch wir diese Entwicklungen aktuell bei unseren geschäftlichen Entwicklungen festgestellt haben.

F:Wie verhält sich der M&A Markt im Jahre 2021 – ist ein Ende der Schockstarre von 2020 in Sicht?

A: Nach den langen Monaten der Zwangspause im M&A Sektor, nimmt insgesamt der Dealflow wieder massiv zu, was auch wir von eb4y zu spüren bekommen haben. Und dies, obwohl aus medizinischer, wirtschaftlicher und politischer Sicht, die Krise alles andere als zu Ende ist.

Aus den Umfrageergebnissen von FINANCE geht allerdings klar hervor, dass die Verunsicherung der Berater und Investoren ihren Peak im April 2020 hatte, und die Verunsicherungen seitdem kontinuierlich wieder abgenommen haben. Will heißen; der Dealflow im Gesamten hat sich wieder fast auf die Zeiten vor Corona eingependelt.

Die für die M&A Branche dabei wichtigste Erkenntnis der Krise war wohl: dass das M&A Geschäft auch in vielen Teilen sehr gut digital weitergeführt werden konnte.

Die zweite große Erkenntnis ist: dass zu den größte Deal Treibern mittlerweile die Erweiterung des Produkt und Technologieportfolios geworden ist. Gefolgt von Transaktionen die der Beschleunigung des Wachstums dienen und der Expansion neuer Märkte dienen.

Unserer Meinung nach lässt sich daraus auch Schlussfolgern, dass der Krisenmodus, der von Sparmaßnahmen und der Zurückhaltung von Investitionsgütern geprägt war, nun wieder zu Ende geht.  

F: Welche Branchen erleben einen Aufschwung in 2021?

A:Entgegen aller Prognosen sind es nicht Distressed M&A Transaktionen, wie man es zu Beginn der Krise vermutet hätte, sondern es sind vor allem wachstumsgetriebene Deals, die im kleineren Stil den M&A Markt gerade im Jahr 2021 prägen.

Software und IT gefolgt von Pharma und Healthcare, sowie Handel und E-Commerce sind dabei im Moment die grössten Gewinner nach der Krise.

Weniger erfreulich sieht es allerdings für die Branchen Textil und Bekleidung, Energie und Bergbau sowie Automotive aus.

Diese Verengung attraktiver Anlagemöglichkeiten führte allerdings auch dazu, dass für die wenigen verfügbaren attraktiven Assets auch sehr bereitwillig überhöhte Kaufpreisen gezahlt werden. Mitunter zeigt sich hier deutlich, dass somit auch die Unternehmensbewertungen die Coronakrise hinter sich gelassen haben und wieder Vorkrisenniveau erreicht haben. Der Trend von 2020, der ein eher käufergünstiger Markt war, ist somit auch passé.

F: Wie ist die Stimmung unter den M&A Beratern?

A: Da die Geschäfte der M&A-Berater, aufgrund der ungetrübten Investitionslaune angezogen haben, sind auch unsere Auftragsbücher so gut gefüllt wie schon lange nicht mehr. Zu dem gleichen Ergebnis kam auch die FINANCE bei ihrer unabhängigen Befragung anderer M&A Berater.

Wobei mitunter ein Hauptgrund für diesen Boom auch Deals, die letztes Jahr stillgelegt wurden, nun neben den ohnehin geplanten Transaktion zusätzlich stattfinden. Somit ist davon auszugehen, dass sich dieser Zustand nach dem Aufholeffekt auch wieder eher stabilisiert. Vermutlich erst 2022, so nach Einschätzung der Befragten Teilnehmer.

Wie hat es mit dem neuen Investitionskontrollgesetz auf sich?

M&A Berater haben neben ihren ohnehin schon sehr straffen Zeitplanes nun ein zusätzliches Beschäftigungsfeld. Diese verschärften Meldepflichten, die mit dem neuen Invetitsionskontrollgesetz einhergehen, sorgen bei Transaktionen mit ausländischen Beteiligungen und/oder kritische Branchen für einen erhöhten Mehraufwand. Der Mehraufwand wird von den Teilnehmern in den Bereichen der Vertragsgestaltung, der Zusammenarbeit mit den Behörden (Anmeldung der Transaktion) und der Durchführung der Due Diligence erwartet.

Aber was positives findet sich auch hier laut Umfrage der  FINANCE:

„80 Prozent der Befragten halten die Änderungen der Investitionskontrolle für angemessen, nur 20 Prozent für überzogen.“

Eine mögliche Erklärung für die überwiegend positive Haltung der M&Aler vermutet man in den geschaffenen Kontrollmechanismen nicht mehr so einfach Ziel von ungewollten Übernahmen zu werden.  

Fazit:

Alles in allem fühlen sich die ersten beiden Quartale 2021 für alle Beteiligten spürbar normaler an, und man spürt auch wieder den Enthusiasmus an Wachstum, wir sehen einem positiven Jahresende mit spannenden Deals entgegen

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